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Jäger der Fürstabtei St. Gallen 1792 |
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Samstag, den 19. November 2005 um 17:55 Uhr |
Als das revolutionäre Frankreich den Monarchien Österreich und Preussen
den Krieg erklärte, waren die Nordwestgrenzen der Eidgenossenschaft
durch das Kriegsgeschehen bedroht. Im Mai 1792 beschloss man daher die
Entsendung von Truppen aus allen 13 Orten zum Grenzschutz nach Basel.
Auch der Fürstabt von St. Gallen entsandte ein Kontingent.
Die Fürstabtei St. Gallen, von der sich schon im Mittelalter die Stadt
St. Gallen getrennt hatte, verfügte zwar über ein stattliches
Heerschaftsgebiet, aber ihre Truppen waren keineswegs einheitlich
uniformiert. Lokale Eigenheiten und sogar zivile Trachten kamen zu
militärischen Ehren. Das "multiforme" Reich von Fürstabt Beda Angehrn
sollte wenig später zerfallen, als die Untertanen des Toggenburg und
der Alten Landsachaft eigene Wege gingen.
Die Illustration zeigt zwei Jäger des fürstäbtlichen Kontingents in
Basel. Sie tragen das den Jägern vorbehaltene bläuliche Grün, welches
sowohl beim Frack mit den gelben Aufschlägen als auch an der Weste zu
sehen ist. Die gelben Kniehosen stecken in hohen dunklen Tuchgamaschen.
Den schwarzen Dreispitz krönt ein grün-gelber Federbusch, den eine hier
nicht sichtbare äbtische Kokarde in Gelb und Schwarz an der
Kopfbedeckung fixiert.
Kreuzweise an weissen Bandoliers hängen die Patronentasche und das
Weidmesser (die Seitenwaffe der Jäger). Die Steinschlossgewehre
entsprechen äbtischer Ordonnanz. Im Hintergrund weht die Fahne des
Fürstabts, die nach einem kolorierten zeitgenössischen Stich gestaltet
ist.
Roger Rebmann, Basel
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