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FHD und Rotkreuzfahrerin 1944 |
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Mittwoch, den 12. Oktober 2005 um 09:55 Uhr |
Als
Geburtsstunde des Frauen-Hilfsdienstes mag der 3. April 1939 gelten,
der Tag, an dem der Bundesrat eine zeitgemässe Hilfsdienst-Verordnung
erliess. Artikel 2 regelte dabei die Hilfsdiensttätigkeit der Frauen.
Der freiwillige unbesoldete Einsatz der Frauen im Aktivdienst wurde
jedoch nicht überall gern gesehen. In Zeiten, wo der Schweizerin kein
Stimmrecht zugestanden wurde, herrschte in einigen Kreisen der
Männerwelt noch eine festgefügte Vorstellung von der Rolle der Frau. Im
Frühjahr 1940 erging ein nationaler Aufruf zum Dienst im FHD, man
erhielt die Anmeldebogen am Postschalter, Bis zum Jahresende stieg die
Zahl der Freiwilligen auf 18 0,00, aber noch immer gab es Vorbehalte Es
kam sogar zu Diskussionen über die Uniformen des FHD, und selbst
General Guisan mochte sich beispielsweise nicht recht mit dem Bild von
Rotkreuzfahrerinnen in Reithosen anfreunden, denn solche Hosen -sind
unschön und passen gar nicht für Damen.
Unser Bild zeigt links
eine Späherin bei der Luftraumbeobachtung im Gebirge. Sie trägt eine
Policemütze der Ordonnanz 1926 und den bei der Armee gebräuchlichen
Fellmantel für den Wachtdienst bei grosser Kälte Unter dem Mantel ist
ale mit einer hellgrauen Schürze bekleidet welche mit der FHD-Armbinde
versehen ist. Hosen und Schuhe sind zivil. Für die Ausgangsuniform
wurde den Frauen lediglich Offiziersstoff zur Verfügung gestellt. Die
Uniformen mussten sie selber nach vorgegebenen Richtlinien nähen.
Rechts
sehen wir eine Fahrerin des, Rotkreuzdienstes. Im Gegensatz zu ihrer
Kameradin trägt sie eine Ordonnanz-Ausgangsuniform. Die Kopfbedeckung
ist eine dunkelblaue Policemütze mit roter Quaste, sehr ähnlich dem
Modell 1869. Jupe und Waffenrock sind ebenfalls in Dunkelblau gehalten
auf den Ärmeln trägt sie eine Patte, welche über dem roten Kreuz das
Lenkrad der Motorfahrer zeigt. Der spezielle Ceinturon bestand aus
braunem Leder. Eine Tenüvariante im Dienst war bei warmem Wetter der
Waffenrock mit Keilhose und dem geöffneten Hemd ohne Kravatte.
Gelegentlich sah man Fahrerinnen aber auch mit den beim General so
unbeliebten Reithosen, entweder mit Wadenbinden oder, ça alors, mit
Reitstiefeln (siehe dazu die Dezemberausgabe Schweizer Soldat/MFD 1994,
Seite 42 / Auszug aus dem Aktivdiensttagebuch von FHD Marion Van Laer,
Jahrgang 1905).
Roger Rebmann - Rost und Grünspan
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