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Mittwoch, den 12. Oktober 2005 um 09:49 Uhr |
Neuenburg,
seit 1815 vollberechtigter Kanton wie auch preussisches Fürstentum,
nahm unter den Ständen der Schweiz dank dieser eigentümlichen Zustände
eine besondere Stellung ein. Erst mit der Märzrevolution 1848 wurde
Neuenburg zu einer demokratischen Republik. Wie alle anderen Kantone,
hatte Neuenburg gemäss den Bestimmungen von 1817 der Eidgenosschaft ein
Bundeskontingent zur Landesverteidigung zu stellen. Die vereinfachte
Militärorganisation von 1835 legte fest, dass dem Bundeskontingent
Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren angehörten. Sie bildeten
sowohl Auszug als auch Reserve, wobei Wehrmänner mit geradem
Geburtsjahrgang die eine Kategorie und jene mit ungeradem Jahrgang die
andere bildeten. Sie wechselten sich regeImässig in ihren Kategorien ab.
Unser
Tambour der Neuenburger Miliz trägt eine Uniform, die im Wesentlichen
auf die kantonale Instruktion über die Bekleidung der dj Miliz vom
November 1818 zurückgeht. Den Tschako krönt ein schwarz-weisser
Scheibenpompon. Darunter prangt eine Ganse aus Weissmetall, weiche eine
schwarz-weisse Kokarde fixiert. Die Schuppenbänder aus Messing werden
hier zur Erleichterung über dem Lederschirm getragen. Zwei Rosetten
befestigen die Bänder am Tschako, sie tragen mit dem fünfstrahligen
Stern das Zeichen der Füsiliere.
Der dunkelblaue Uniformfrack
weist zwei Reihen mit je sieben Knöpfen auf, die bei der Infanterie aus
Weissmetall waren. Der rote Kragen ist beim Tambour zum Zeichen seines
besonderen Status mit einer Kragenlitze versehen, die rot-weisse Winkel
und gelbe Randeinfassungen besitzt. Die Litzen auf den so genannten
"Schwalbennestern", den roten Schulterstücken des Trommlers, sind
dieselben wie jene am Kragen. Die roten, knopfverzierten Aufschläge der
Ärmel sind ebenfalls mit solchen Litzen besetzt. Die dunkelblaue Hose
weist keinerlei Vorstösse entlang den Seitennähten auf. Unter den
Hosenbeinen trägt unser Tambour schwarze Tuchgamaschen.
Aufgeschnallt
auf den Felltornister ruht der gerollte dunkelgraue Kaput. Der kurze
Infanteriesäbel wird am Bandulier über die rechte Schulter getragen,
ebenso der breite Tragriemen für die Trommel. Dieser weist einen
Trommelschlegelhalter aus Messing auf Brusthöhe auf und ist wie das
meiste Lederzeug weiss.
Roger Rebmann, Basel
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