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Mittwoch, den 12. Oktober 2005 um 09:48 Uhr |
Der
Beginn des landesweiten Generalstreiks am Montag, 11, November 1918,
weckte ernste Befürchtungen eines revolutionären Umsturzes, wie er etwa
in Berlin stattfand. Bereits vor dern Streik waren durch den Bundesrat
Truppen aufgeboten worden, und am 10. November war die Bundeshauptstadt
durch die Gruppe Bern unter Korpskommandant Wildbolz militärisch
besetzt. Unsere Illustration zeigt zwei Dragoner-Korporale einer
Brigade, die in Bern aufmarschiert ist.
Der Korporal links trägt
die feldgraue Uniform der Ordonnanz 1917, bei der die Vorstösse entlang
gewisser Nähte in Schwarz gehalten wurden. Diese Uniform entsprach
weitgehend derjenigen von 1926, die bis in den Aktivdienst 1939-1945
getragen wurde. Auch die Policemütze mit den beiden Metallknöpfen
sollte nahezu unverändert noch während Jahrzehnten in der Armee
verwendet werden. Ober seiner feIdgrauen Uniform trägt der
Unteroffizier noch den alten blauen Reitermantel der Ordonnanz 1898 mit
Kragenspiegeln. Auf den Unterarmen kann man die beiden breiten weissen
Balken als Gradabzeichen erkennen. Vielfach wurde zur feldgrauen
Uniform noch der blaue Kaput getragen. Anstelle der Reiterstiefel trägt
er normale Marschschuhe.
Vor einem Einsatz gegen eine
unbewilligte Versammlung auf dem Berner Münsterplatz am Morgen des 10.
November erhielten die ersten Ordnungstruppen aus psychologischen
Gründen den Stahlhelm ausgegeben. Dieser Dragoner hier trägt einen
solchen Heim, dessen Oberfläche glatt und Graugrün war. Die Uniform des
Korporals entspricht der frühen feldgrauen Ordonnanz 1914, denn die
Vorstösse entlang der Nähte wie auch die Kragen- und Ärmelpatten sind
noch in der Farbe Scharlachrot gehalten- Erst mit den Änderungen vom
März 1915 erhielt die Kavallerie die Farbe Zitronengelb. Der
Kavallerietypische Patronenbandulier entspricht wie der Reiterstiefel
der alten Ordonnanz. Seine Waffe ist der abgeänderte Karabiner
1905/1911.
Roger Rebmann, Basel
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