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Mittwoch, den 12. Oktober 2005 um 09:47 Uhr |
Diese
beiden nonchalanten Herren, die im Manöver um 1912 ihre Zigaretten
rauchend das nahe Treiben der Infanterie beobachten, sind Fouriere. Die
Aufgaben ihres Grads waren vielfältig. Für die Soldaten einer Kompanie
waren wohl die wichtigsten Punkte, um die sich der Fourier zu kümmern
hatte, das Rechnungswesen mit der Soldauszahlung sowie der
Verpflegungsdienst. Im Jahr 1912 musste ein zum Fourier vorgeschlagener
Unteroffizier eine 30-tägige Fourierschule absolvieren, um danach den
Grad in einer Rekrutenschule abzuverdienen.
Das weisse Band um
den Tschako der Ordonnanz 1898 ist eine gut sichtbare Parteimarkierung
für Manöverübungen. Man erkennt von der Tschakogarnitur lediglich noch
die unterschiedlichen Pomponfarben der entsprechenden Kompanien. Die
Fouriere tragen die schlichte dunkelblaue Feldbluse mit den
Gradabzeichen auf den Ärmeln. Auf ihrer linken Seite sind zwei Knöpfe
in diagonaler Linie angebracht, wo bei gewehrtragenden Mannschaften ein
Patronenband mit Extramunition angebracht werden konnte.
Zur
dunkelblauen Ordonnanzhose mit dem Vorstoss in der Waffenfarbe entlang
der Seitennaht werden hier hohe Wickelgamaschen getragen. Ihre ledernen
Schriftentaschen tragen die Fouriere über die Schulter gehängt.
Die
persönliche Waffe ist hier beim Fourier links die Parabellum-Pistole
der Ordonnanz 1900 oder 1906, was aus dem getragenen Holster zu
schliessen ist. Der Fourier rechts trägt noch das Futteral zum
Ordonnanzrevolver 1882. In den kommenden Jahren sollten allmählich die
Revolver zu Gunsten der Pistolen verschwinden. Nur teilweise sichtbar
ist beim Mann links der Säbel für höhere Unteroffiziere der Ordonnanz
1885.
Roger Rebmann, Basel
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