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Oberst im Generalstab nach Ordonnanz 1852 |
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Mittwoch, den 12. Oktober 2005 um 09:36 Uhr |
Der
junge Bundesstaat nahm mit der Militärorganisation vom 8. Mai 1850 die
Bildung jener Schweizer Armee in die Hand, die uns bis heute als Garant
der bewaffneten Neutralität vertraut ist. Die Zeiten, in denen jeder
Kanton in Militärfragen weitgehend nach Gutdünken schaltete und
waltete, neigten sich dem Ende zu, auch wenn es noch über zwei
Jahrzehnte dauern sollte, bis der Wandlungsprozess zur einheitlichen
Armee abgeschlossen war. Das am 27. August 1851 vom Bundesrat erlassene
„Reglement über die Bewaffnung und Ausrüstung der eidgenössischen
Armee“ sollte den Streitkräften ein neues Gesicht geben. Diese
Regelungen betrafen alle „AdA“, vom Zentrumsinfanteristen bis empor zum
Stabsoffizier.
Unser dargestellter Oberst im Generalstab trägt den
schwarzen Zweispitz auf Filz mit dem ebenfalls schwarzen Federbusch,
welcher den Obersten vorbehalten war. Auf der rechten Seite (hier nicht
sichtbar) wurde die rot-weisse eidgenössische Kokarde mit einer
goldenen Ganse getragen. Der Uniformrock aus dunkelgrünem Tuch hatte
Vorstösse und einen Kragen aus karmoisinrotem Stoff. Die Knöpfe waren
vergoldet und zeigten das eidgenössische Kreuz als Gepräge. Unser
Oberst trägt goldene Epauletten, die ebenfalls mit dem eidgenössischen
Kreuz versehen sind und die mit goldbestickten Epaulettenhaltern auf
dem Rock fixiert werde.
Die 3 Zoll breite Schärpe mit rot-weissen
Streifen hat an beiden Enden Zierquasten und besteht aus Seide. Die
Quasten hängen an der linken Seite unter dem Offizierssäbel der
Ordonnanz 1852. Die eidgenössische Armbinde, Abzeichen aller im aktiven
Dienst der Eidgenossenschaft stehenden Militärpersonen, ist hier am
linken Oberarm zu erkennen.
Die Hosen bestehen aus demselben
grünen Stoff wie der Rock und haben an der Beinnaht zwei breite
karmoisinrote Streifen, die den Träger als Generalstabsoffizier
ausweisen.
Die Stiefel sind mit eingeschraubten gelben Sporen
versehen. Solcherart eingekleidet, konnte unser Oberst im Generalstab
sich optisch problemlos mit seinen Kameraden des europäischen Umfelds
messen, auch wenn seine Truppen noch in vielen Bereichen hinter denen
der Nachbarn herhinkten. Aber auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.
Roger Rebmann, Rost und Grünspan
Schweizer Soldat 7-8/2000
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