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500 Jahre Schlacht bei Hard |
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Donnerstag, den 06. Oktober 2005 um 23:44 Uhr |
Hard dürfte erstmals durch die am 20. Februar 1499 im so
genannten Schwabenkrieg, dem Reichskrieg Maximilians des I. gegen die
Eidgenossenschaft, geschlagene Schlacht über die Grenzen des Landes
hinaus bekannt geworden sein.
An jenem kalten und nebligen Wintertag
tobte in den Gefilden südwestlich des Ortes der Kampf zwischen der vom
Kaiser aufgebotenen 10'000 Mann starken Streitmacht des schwäbischen
Bundes und den in beträchtlicher Minderzahl angreifenden Eidgenossen.
Schweizer Angriffsweise
Das
Schlachtfeld war in der "Kiese", im unteren "Reutele" und in "Böschen".
Hier hatte das kaiserliche Heer seine Söldnertruppen zusammengezogen
und Vorhuten nach Höchst und Lustenau gelegt. Auf diese stiess nun am
Morgen des 20. Februar die Vorausabteilung des rechts des Rheintals
abwärts marschierenden Schweizerheeres und warf sie auf Hard zurück.
Die
Schwaben, davon überrascht, hatten sich eiligst am damals weiter
südlich befindlichen Unterlauf der Lauterach in Schlachtordnung
aufgestellt und ihre Geschütze in Stellung gebracht. Allein ihre
Führung liess sich durch ungeschickte und zögerliche Taktik vom Gegner,
dessen Hauptmacht gegen Mittag auf dem Schlachtfeld eingetroffen war,
das Gesetz des Handelns aufzwingen. Die Schweizer brachen mit einem
schlagartigen Sturmangriff in die vorderen Reihen der Schwaben ein,
liessen die Geschütze ab, indem sie sich jedesmal beim Abfeuern
niederwarfen und dann wieder weiter stürmten, und schlugen die ersten
Schlachtreihen in heillose Flucht, wodurch das ganze übrige Heer in
Verwirrung geriet.
Grosse Verluste der Schwaben
Versuche
der schwäbischen Hauptleute, einen geordneten Rückzug zu organisieren,
misslangen. Fussvolk und Reiter suchten in wilder Flucht den
gefürchteten Streitäxten der Schweizer zu entkommen, wobei Hunderte im
Sumpf eines breiten und tiefen Grabens stecken blieben und
niedergestampft wurden. Drei mit Fliehenden überladene Schiffe gingen
unter, etliche hundert Schwaben versteckten sich am "Rohr", wo viele in
der folgenden Nacht erfroren. Tausende rannten flüchtend gegen Bregenz,
bis vor dessen Mauern sie verfolgt wurden.
Die Sieger aber lagerten
noch drei Tage auf dem Schlachtfeld und im Dorf, ehe sie es Beute
beladen verliessen und brandschatzend weiter nach Dornbirn und den
Bregenzerwald zogen.
Die vielen gefallenen und ertrunkenen
schwäbischen Soldaten wurden in einem Massengrab bei der Harder Kapelle
begraben. Kaiser Karl V. befahl 1521, diesen Kriegerfriedhof gemäss dem
Willen seines Ahnherrn Maximilian einzuweihen und sonst niemanden mehr
dort zu bestatten.

Aus der Festbroschüre "500 Jahre Schlacht bei Hard" (red)
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